Ihre Betriebskennzahlen stets im Blick

Geschäftsanalyse - Betriebskennzahlen

Wer ein Geschäft führen möchte, braucht Leidenschaft und Liebe zum Beruf. Oft reicht Leidenschaft allein nicht aus, denn nicht selten passiert es, dass ein Jungunternehmer mit ganz viel Leidenschaft in die falsche Richtung geht und das Geschäft den Bach runtergeht. Das Bauchgefühl in geschäftliche Entscheidungen mit einzubringen, ist natürlich gut und wichtig, aber nicht immer kann man sich darauf verlassen – nur allzu oft ist man als Unternehmer dann verlassen. Nüchterne Zahlen sind die wichtigste Stütze bei der Entscheidungsfindung. Die so genannten Betriebskennzahlen helfen, die Wirtschaft- lichkeit eines Unternehmens einzuschätzen und die Warenwirtschaft zu verbessern. Sie werden zur Analyse des Unternehmens eingesetzt und sind dafür da, die Ziele der Firma besser zu definieren, beziehungsweise an ihnen zu arbeiten.

Sie beim Ermitteln dieser Zahlen für ihr Unternehmen zu unterstützen, ist eine der



Doch vielleicht möchten Sie erst wissen, was Betriebskennzahlen eigentlich genau sind? Es handelt sich dabei um alle Zahlen, die direkt zu einer Aussage über die Wirtschaft- lichkeit des Unternehmens führen. Es werden drei Arten der Geschäftskennzahlen unterschieden:

1. Die Gliederungszahlen
Die Gliederungszahlen werden immer dann verwendet, wenn ein einzelner Bereich des Unternehmens, der beurteilt werden soll, in Zusammenhang mit der Gesamtgröße gesehen wird. Ein Beispiel dafür ist: Der Maschinenpark macht 25 Prozent des Anlagevermögens der Firma aus.

2. Die Beziehungszahlen
Die Beziehungszahlen stellen zwei Zahlen in eine Beziehung, wie der Name schon sagt. Dabei geht es um die direkte Beziehung. Ein Beispiel dafür ist: Im Jahr 2009 wurden zehn Prozent weniger Umsatz erzielt als im Jahr 2010.

3. Die Indexzahlen
Die Indexzahlen sind für einen Vergleich wichtig. Es wird ein Bereich in das Verhältnis zu einer Basis gesetzt. Ein Beispiel dafür ist: Im Jahr 2009 wurde die Ware x 500 Mal verkauft. Im Jahr darauf wurde sie 525 Mal abgesetzt. Die 500 verkauften Exemplare würden die Basis 100 Bilden, die 525 würden Index 105 sein. Das heißt, der Absatz wäre um fünf Prozent gestiegen.

Die dargestellten Arten der Betriebskennzahlen können zur Analyse der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens genutzt werden. Es ist aber auch möglich, Betriebskennzahlen nach ihrer Funktion zu unterscheiden.

1. Die Wirtschaftlichkeit
Die Betriebskennzahl der Wirtschaftlichkeit ist dafür gedacht, die Wertschöpfung eines Unternehmens zu errechnen. Es wird die erbrachte Leistung durch die Kosten geteilt. Es ist aber auch möglich, die Erträge, also die Einnahmen, durch die Aufwände, also die Ausgaben, zu teilen.

2. Die Produktivität
Der Ertrag wird an der Menge festgemacht und diese wird dem erbrachten Einsatz gegenüber gestellt. So ermittelt man die Produktivität.

3. Die Rentabilität
Die Rentabilität des Kapitals ist sehr entscheidend, vor allem, wenn es um eine Finanzierung geht. Diese Betriebskennzahl muss daher stets Rechnung getragen werden. Die Rentabilität kann analysiert werden, wenn es um das Eigenkapital geht, um das gesamte im Unternehmen eingebrachte Kapital oder auch um den Umsatz. Selbst Angebote können mit dieser Betriebskennzahl analysiert werden.

4. Die Liquidität
Diese Kennzahl ist überaus wichtig für ein Unternehmen. Das verfügbare Zahlungsmittel muss bei dieser Kennzahl mit einhundert multipliziert werden. Dann werden die Verbindlichkeiten zusammengerechnet. Die Summe der ersten Rechnung wird durch die Summe der Verbindlichkeiten dividiert. Bei jeder Form der Finanzierung in einem Unternehmen und auch bei der Warenwirtschaft spielt diese Betriebskennzahl eine wichtige Rolle.

5. Das Working Capital
Wenn es darum geht, die finanziellen Möglichkeiten eines Unternehmens zu beurteilen, so muss immer das Working Capital berücksichtigt werden. Um diese Betriebskennzahl zu errechnen, müssen auch Rechnungen, beziehungsweise die offenen Verbindlichkeiten, bedacht werden. Es wird vom Umlaufvermögen ausgegangen, wovon die kurzfristigen Verbindlichkeiten und die Rückstellungen abgerechnet werden müssen. Daraus ergibt sich ein Wert, der das Working Capital darstellt. Umso höher dieser Wert ist, umso höher ist auch der Spielraum, der sich für einen möglichen Kredit ergibt. Damit ist die Bonität des Unternehmens höher, auch die Liquidität erhöht sich mit zunehmendem Wert.

6. Der Cash Flow
Auf Deutsch übersetzt bezeichnet der Cash Flow den Geldfluss. Damit ist ein Überschuss aus Einnahmen gemeint, der über einen bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung steht. Die Einnahmen sind in dem Fall also höher als die Ausgaben. Um diese Geschäftskennzahl zu berechnen, müssen wiederum Rechnungen, Abschreibungen, Rücklagen und der aktuelle Buchwert berücksichtigt werden. Nur so ist es möglich, ein genaues Ergebnis zu erhalten.

7. Return on investment
Um eine Geschäftsanalyse durchzuführen ist der Return on investment, der mit ROI abgekürzt werden kann, überaus wichtig. Er stellt eine Zusammenfassung der so genannten Umsatzrentabilität dar und der Häufigkeit des Vermögensumschlags. Der ROI lässt sich berechnen, in dem die Umsatzrentabilität mit der Häufigkeit des Vermögensumschlags multipliziert wird. Wird der Gewinn höher, lässt sich auch der ROI steigern. Dabei kann der Umsatz gleich bleiben oder erhöht werden, das spielt gar keine Rolle, solange das gesamte Vermögen auf einem Niveau verharrt.

Je nach Art des Unternehmens können die Betriebskennzahlen variieren und es lässt sich nicht allgemein gültig sagen, welche Zahlen denn die wichtigsten sind. Wichtig ist aber, ganz gleich, um welche Art von Unternehmen es sich handelt, dass die Zahlen ständig kontrolliert werden müssen. Teilweise kann es sogar wöchentlich nötig sein, die Geschäftskennzahlen zu kontrollieren, oft wird aber eine monatliche Kontrolle vorgenommen. Spätestens bei der jährlichen Geschäftsprüfung sollten die Betriebskennzahlen mit einbezogen werden. Anhand dieser Zahlen kann eine Geschäftsanalyse vorgenommen werden. Es zeigt sich auf diese Art und Weise, was rentabel ist und was nicht, welche Ziele vielleicht geändert werden müssen und wo die Mitarbeiter besser an einem Strang ziehen müssen. Bei einigen Unternehmen werden als Betriebskennzahlen vielleicht die Angebote angesetzt und in Relation dazu die Rechnungen, die aufgrund der in Folge eines Angebotes in Auftrag gegebenen Leistungen erstellt werden. Es kann auch sein, dass die Geschäftskennzahlen die Warenwirtschaft betreffen und so die Anzahl der verkauften Produkte in diesem Jahr mit denen des Vorjahres verglichen werden. Jedes Unternehmen muss also selbst festlegen, was für seine geschäftliche Analyse wichtig ist und wo der Ansatzpunkt für eine Kontrolle der Wirtschaftlichkeit sein könnte. Wollen Unternehmen fusionieren, sind solche Kennzahlen ebenfalls wichtig, denn, wie bereits erwähnt, lässt sich anhand der Zahlen die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens feststellen, also auch, ob sich ein Zusammenschluss mit einem Unternehmen lohnt oder nicht. Die Geschäftskennzahlen müssen eventuell nach einem Geschäftsjahr angepasst werden, wobei das aktuelle Jahr ausschlaggebend dafür ist, ob die Anpassung nach oben oder nach unten vorgenommen werden muss. Zusammen mit Bauchgefühl und Leidenschaft ergeben die Zahlen so eine Grundlage für die Entscheidungsfindung.

Das Bauchgefühl kann von außen nicht beeinflusst werden, mit allem anderen kann Ihnen allerdings unsere Warenwirtschaftssoftware helfen, indem sie Ihnen beim Erfassen aller notwendigen Daten hilft, diese bereitstellt und teilweise sogar auswertet.




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